Unerwarteter
Erfolg mit 850 Besuchern – Ein kleiner Rückblick
Vom 18. Nov. bis zum 2. Dez. des vergangenen Jahres fanden im Hotel
FIT in Much, Berghausen zum ersten Mal die Heinrich-Böll-Tage NRW
statt. Eine bemerkenswert hohe Zahl von (auch auswärtigen) Besuchern
bewies, welch großes Interesse an der Person und dem Werk Heinrich
Bölls in unserer Gesellschaft noch lebendig ist.
Bürgermeister Haas
Durch die Eröffnung seitens des Bürgermeisters, Herrn Alfred Haas,
der es sichtlich erfreut begrüßte, eine solche Großveranstaltung zu
Ehren Heinrich Bölls hier in unserer Gemeinde zu sehen, wurde ein
Zeichen gesetzt für eine durchaus besondere Verbundenheit der
Gemeinde Much mit dem Nobelpreisträger, hat Heinrich Böll doch als
völlig unbekannter Soldat hier seinen letzten Kriegseinsatz bis zur
Gefangennahme und zusammen mit seiner Frau Annemarie in zwei Mucher
Dörfern – Marienfeld und Neßhoven – das Kriegsende erlebt und
überlebt.
Zwei
Freunde Bölls schufen in ihren Erinnerungen gleich bei der Eröffnung
einen Ton persönlicher Nähe, der über alle Veranstaltungen anhielt.
"Wenn ich an Heinrich Böll denke, übermannt mich jedesmal aufs Neue
diese warme, väterliche, aber auch schelmische Art." So der
niederländische Lyriker und langjährige PEN-Präsident Hans van de
Waarsenburg und er beschreibt seine Freundschaft zu Böll: "In seiner
Gesellschaft war man immer auf eine fröhliche Weise auf der Hut."
Rupert Neudeck, sich erinnernd an die mit Böll gemeinsame Gründung
von Cap Anamur: "Ich weiß, dass der Hein Böll mir jeden Tag und jede
Woche immer wieder fehlt. Es ist wichtig bei diesen Aktivitäten, bei
denen es um Leben und Tod von Menschen geht, sich immer wieder bei
jemandem zu vergewissern, ihn um Rat zu fragen. Böll war der beste
Ratgeber, den wir in Deutschland hatten. Ja, heute fehlt er uns. Wir
haben keinen Ersatz gefunden für Heinrich Böll."
Der Mensch Heinrich Böll! "Heinrich Böll führte Zuhörer und
Referenten zusammen; es schien, als sei er zeitweise dabei." So der
persönliche Eindruck Elke Fischers im FREIZEITmagazin.
Ausstellung
Neffe Viktor Böll, der kurz in die große Ausstellung einführte,
zeigte sich bewegt, hier in Much Fotos seiner Eltern und Geschwister
am Pfarrsälchen in Marienfeld 1944 zu sehen, waren sie es doch,
Alois und Maria Böll, die Annemarie und Heinrich Böll dort im
letzten Kriegsjahr bei sich aufnahmen.
Der große Schriftsteller Böll! Ein literarischer Vortragsabend mit
dem bekannten Schauspieler und Rezitator Peter Schütze in der
Gaststätte Schublade; zwei informativ beeindruckende Vorträge über
Leben und Werk Heinrich Bölls von Markus Schäfer vom Böll-Archiv
Köln (einmal für Schüler der Hauptschule Much); der Historiker
Hartmut Benz schilderte plastisch Situation und Probleme der
Gemeinde Much am Ende des Krieges; Arnold Leifert, Schriftsteller,
Initiator und Organisator der Böll-Tage, zeichnete anhand lokaler
Dokumente die kleine Qdyssee nach, die Heinrich Böll mit seiner Frau
Annemarie hier im Bergischen als sein persönliches Kriegsende
erlebte.
Zwei Stipendiaten des Heinrich-Böll-Hauses Langenbroich, Eva Duran
aus Kolumbien und Jovan Nikolic aus Serbien, trugen eigene Lyrik vor
und gaben Auskunft über ihre Heimatländer und ihr Leben hier im
Exil.
Nicht zuletzt eröffnete der Grafiker und Maler René Böll, als Sohn
Annemarie und Heinrich Bölls, einen privat warmen Blick in sein
Leben mit den Eltern in Irland, wo das Irische Tagebuch entstand.
Eine Wanderung auf den Spuren Bölls, bei der die Wandernden von der
Familie Franken in Neßhoven (letzte Bleibe der Bölls) beköstigt
wurden, schloss die Böll-Tage ab.
Sämtliche Veranstaltungen waren dank zahlreicher Sponsoren und der
großzügigen Hilfe des Hotel FIT eintrittsfrei: die Kunststiftung NRW
Düsseldorf; die Heinrich Böll Stiftung NRW Dortmund; die Städte- und
Gemeinden Stiftung der Kreissparkasse Köln; der Rhein-Sieg-Kreis;
das Heinrich-Böll-Archiv der StadtBibliothek Köln; die Gemeinde
Much; der Verlag Kiepenheuer & Witsch; die Gesellschaft für
Literatur in NRW Münster. Die Heinrich-Böll-Tage NRW 2007 standen
unter der Schirmherrschaft von Andreas Pinkwart, stellv.
Ministerpräsident und Innovationminister von NRW. Der Förderverein
Kunst und Handwerk schuf als Veranstalter
dasWerbeobjektamMucherKreisel.
Die Heinrich-Böll-Stiftung NRW plant für das Jahr 2008 erneut die
Heinrich-Böll-Tage hier in Much.
Für die Veranstalter der Heinrich Böll Tage NRW 2007
Arnold Leifert
Heinrich-Böll-Tage NRW 2007 in Much
Unerwarteter Erfolg mit 850 Besuchern – Ein kleiner Rückblick
Vom 18. Nov. bis zum 2. Dez. des vergangenen Jahres fanden im Hotel
FIT in Much, Berghausen zum ersten Mal die Heinrich-Böll-Tage NRW
statt. Eine bemerkenswert hohe Zahl von (auch auswärtigen) Besuchern
bewies, welch großes Interesse an der Person und dem Werk Heinrich
Bölls in unserer Gesellschaft noch lebendig ist.
Bürgermeister Haas
Durch die Eröffnung seitens des Bürgermeisters, Herrn Alfred Haas,
der es sichtlich erfreut begrüßte, eine solche Großveranstaltung zu
Ehren Heinrich Bölls hier in unserer Gemeinde zu sehen, wurde ein
Zeichen gesetzt für eine durchaus besondere Verbundenheit der
Gemeinde Much mit dem Nobelpreisträger, hat Heinrich Böll doch als
völlig unbekannter Soldat hier seinen letzten Kriegseinsatz bis zur
Gefangennahme und zusammen mit seiner Frau Annemarie in zwei Mucher
Dörfern – Marienfeld und Neßhoven – das Kriegsende erlebt und
überlebt.
Zwei Freunde Bölls schufen in ihren Erinnerungen gleich bei der
Eröffnung einen Ton persönlicher Nähe, der über alle Veranstaltungen
anhielt. "Wenn ich an Heinrich Böll denke, übermannt mich jedesmal
aufs Neue diese warme, väterliche, aber auch schelmische Art." So
der niederländische Lyriker und langjährige PEN-Präsident Hans van
de Waarsenburg und er beschreibt seine Freundschaft zu Böll: "In
seiner Gesellschaft war man immer auf eine fröhliche Weise auf der
Hut."
Rupert Neudeck, sich erinnernd an die mit Böll gemeinsame Gründung
von Cap Anamur: "Ich weiß, dass der Hein Böll mir jeden Tag und jede
Woche immer wieder fehlt. Es ist wichtig bei diesen Aktivitäten, bei
denen es um Leben und Tod von Menschen geht, sich immer wieder bei
jemandem zu vergewissern, ihn um Rat zu fragen. Böll war der beste
Ratgeber, den wir in Deutschland hatten. Ja, heute fehlt er uns. Wir
haben keinen Ersatz gefunden für Heinrich Böll."
Der Mensch Heinrich Böll! "Heinrich Böll führte Zuhörer und
Referenten zusammen; es schien, als sei er zeitweise dabei." So der
persönliche Eindruck Elke Fischers im FREIZEITmagazin.
Ausstellung
Neffe Viktor Böll, der kurz in die große Ausstellung einführte,
zeigte sich bewegt, hier in Much Fotos seiner Eltern und Geschwister
am Pfarrsälchen in Marienfeld 1944 zu sehen, waren sie es doch,
Alois und Maria Böll, die Annemarie und Heinrich Böll dort im
letzten Kriegsjahr bei sich aufnahmen.
Der große Schriftsteller Böll! Ein literarischer Vortragsabend mit
dem bekannten Schauspieler und Rezitator Peter Schütze in der
Gaststätte Schublade; zwei informativ beeindruckende Vorträge über
Leben und Werk Heinrich Bölls von Markus Schäfer vom Böll-Archiv
Köln (einmal für Schüler der Hauptschule Much); der Historiker
Hartmut Benz schilderte plastisch Situation und Probleme der
Gemeinde Much am Ende des Krieges; Arnold Leifert, Schriftsteller,
Initiator und Organisator der Böll-Tage, zeichnete anhand lokaler
Dokumente die kleine Qdyssee nach, die Heinrich Böll mit seiner Frau
Annemarie hier im Bergischen als sein persönliches Kriegsende
erlebte.
Zwei Stipendiaten des Heinrich-Böll-Hauses Langenbroich, Eva Duran
aus Kolumbien und Jovan Nikolic aus Serbien, trugen eigene Lyrik vor
und gaben Auskunft über ihre Heimatländer und ihr Leben hier im
Exil.
Nicht zuletzt eröffnete der Grafiker und Maler René Böll, als Sohn
Annemarie und Heinrich Bölls, einen privat warmen Blick in sein
Leben mit den Eltern in Irland, wo das Irische Tagebuch entstand.
Eine Wanderung auf den Spuren Bölls, bei der die Wandernden von der
Familie Franken in Neßhoven (letzte Bleibe der Bölls) beköstigt
wurden, schloss die Böll-Tage ab.
Sämtliche Veranstaltungen waren dank zahlreicher Sponsoren und der
großzügigen Hilfe des Hotel FIT eintrittsfrei: die Kunststiftung NRW
Düsseldorf; die Heinrich Böll Stiftung NRW Dortmund; die Städte- und
Gemeinden Stiftung der Kreissparkasse Köln; der Rhein-Sieg-Kreis;
das Heinrich-Böll-Archiv der StadtBibliothek Köln; die Gemeinde
Much; der Verlag Kiepenheuer & Witsch; die Gesellschaft für
Literatur in NRW Münster. Die Heinrich-Böll-Tage NRW 2007 standen
unter der Schirmherrschaft von Andreas Pinkwart, stellv.
Ministerpräsident und Innovationminister von NRW. Der Förderverein
Kunst und Handwerk schuf als Veranstalter
dasWerbeobjektamMucherKreisel.
Die Heinrich-Böll-Stiftung NRW plant für das Jahr 2008 erneut die
Heinrich-Böll-Tage hier in Much.
Für die Veranstalter der Heinrich Böll Tage NRW 2007
Arnold Leifert