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Hans van de Waarsenburg
[Vilenica (SI), 2001]


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Heinrich-Böll-Tage NRW 2007 in Much

Unerwarteter Erfolg mit 850 Besuchern – Ein kleiner Rückblick

Vom 18. Nov. bis zum 2. Dez. des vergangenen Jahres fanden im Hotel FIT in Much, Berghausen zum ersten Mal die Heinrich-Böll-Tage NRW statt. Eine bemerkenswert hohe Zahl von (auch auswärtigen) Besuchern bewies, welch großes Interesse an der Person und dem Werk Heinrich Bölls in unserer Gesellschaft noch lebendig ist.


Bürgermeister Haas

Durch die Eröffnung seitens des Bürgermeisters, Herrn Alfred Haas, der es sichtlich erfreut begrüßte, eine solche Großveranstaltung zu Ehren Heinrich Bölls hier in unserer Gemeinde zu sehen, wurde ein Zeichen gesetzt für eine durchaus besondere Verbundenheit der Gemeinde Much mit dem Nobelpreisträger, hat Heinrich Böll doch als völlig unbekannter Soldat hier seinen letzten Kriegseinsatz bis zur Gefangennahme und zusammen mit seiner Frau Annemarie in zwei Mucher Dörfern – Marienfeld und Neßhoven – das Kriegsende erlebt und überlebt.

Zwei Freunde Bölls schufen in ihren Erinnerungen gleich bei der Eröffnung einen Ton persönlicher Nähe, der über alle Veranstaltungen anhielt. "Wenn ich an Heinrich Böll denke, übermannt mich jedesmal aufs Neue diese warme, väterliche, aber auch schelmische Art." So der niederländische Lyriker und langjährige PEN-Präsident Hans van de Waarsenburg und er beschreibt seine Freundschaft zu Böll: "In seiner Gesellschaft war man immer auf eine fröhliche Weise auf der Hut."

Rupert Neudeck, sich erinnernd an die mit Böll gemeinsame Gründung von Cap Anamur: "Ich weiß, dass der Hein Böll mir jeden Tag und jede Woche immer wieder fehlt. Es ist wichtig bei diesen Aktivitäten, bei denen es um Leben und Tod von Menschen geht, sich immer wieder bei jemandem zu vergewissern, ihn um Rat zu fragen. Böll war der beste Ratgeber, den wir in Deutschland hatten. Ja, heute fehlt er uns. Wir haben keinen Ersatz gefunden für Heinrich Böll."

Der Mensch Heinrich Böll! "Heinrich Böll führte Zuhörer und Referenten zusammen; es schien, als sei er zeitweise dabei." So der persönliche Eindruck Elke Fischers im FREIZEITmagazin.

Ausstellung

Neffe Viktor Böll, der kurz in die große Ausstellung einführte, zeigte sich bewegt, hier in Much Fotos seiner Eltern und Geschwister am Pfarrsälchen in Marienfeld 1944 zu sehen, waren sie es doch, Alois und Maria Böll, die Annemarie und Heinrich Böll dort im letzten Kriegsjahr bei sich aufnahmen.

Der große Schriftsteller Böll! Ein literarischer Vortragsabend mit dem bekannten Schauspieler und Rezitator Peter Schütze in der Gaststätte Schublade; zwei informativ beeindruckende Vorträge über Leben und Werk Heinrich Bölls von Markus Schäfer vom Böll-Archiv Köln (einmal für Schüler der Hauptschule Much); der Historiker Hartmut Benz schilderte plastisch Situation und Probleme der Gemeinde Much am Ende des Krieges; Arnold Leifert, Schriftsteller, Initiator und Organisator der Böll-Tage, zeichnete anhand lokaler Dokumente die kleine Qdyssee nach, die Heinrich Böll mit seiner Frau Annemarie hier im Bergischen als sein persönliches Kriegsende erlebte.

Zwei Stipendiaten des Heinrich-Böll-Hauses Langenbroich, Eva Duran aus Kolumbien und Jovan Nikolic aus Serbien, trugen eigene Lyrik vor und gaben Auskunft über ihre Heimatländer und ihr Leben hier im Exil.

Nicht zuletzt eröffnete der Grafiker und Maler René Böll, als Sohn Annemarie und Heinrich Bölls, einen privat warmen Blick in sein Leben mit den Eltern in Irland, wo das Irische Tagebuch entstand.

Eine Wanderung auf den Spuren Bölls, bei der die Wandernden von der Familie Franken in Neßhoven (letzte Bleibe der Bölls) beköstigt wurden, schloss die Böll-Tage ab.

Sämtliche Veranstaltungen waren dank zahlreicher Sponsoren und der großzügigen Hilfe des Hotel FIT eintrittsfrei: die Kunststiftung NRW Düsseldorf; die Heinrich Böll Stiftung NRW Dortmund; die Städte- und Gemeinden Stiftung der Kreissparkasse Köln; der Rhein-Sieg-Kreis; das Heinrich-Böll-Archiv der StadtBibliothek Köln; die Gemeinde Much; der Verlag Kiepenheuer & Witsch; die Gesellschaft für Literatur in NRW Münster. Die Heinrich-Böll-Tage NRW 2007 standen unter der Schirmherrschaft von Andreas Pinkwart, stellv. Ministerpräsident und Innovationminister von NRW. Der Förderverein Kunst und Handwerk schuf als Veranstalter dasWerbeobjektamMucherKreisel.

Die Heinrich-Böll-Stiftung NRW plant für das Jahr 2008 erneut die Heinrich-Böll-Tage hier in Much.

Für die Veranstalter der Heinrich Böll Tage NRW 2007
Arnold Leifert

Heinrich-Böll-Tage NRW 2007 in Much
Unerwarteter Erfolg mit 850 Besuchern – Ein kleiner Rückblick

Vom 18. Nov. bis zum 2. Dez. des vergangenen Jahres fanden im Hotel FIT in Much, Berghausen zum ersten Mal die Heinrich-Böll-Tage NRW statt. Eine bemerkenswert hohe Zahl von (auch auswärtigen) Besuchern bewies, welch großes Interesse an der Person und dem Werk Heinrich Bölls in unserer Gesellschaft noch lebendig ist.

Bürgermeister Haas

Durch die Eröffnung seitens des Bürgermeisters, Herrn Alfred Haas, der es sichtlich erfreut begrüßte, eine solche Großveranstaltung zu Ehren Heinrich Bölls hier in unserer Gemeinde zu sehen, wurde ein Zeichen gesetzt für eine durchaus besondere Verbundenheit der Gemeinde Much mit dem Nobelpreisträger, hat Heinrich Böll doch als völlig unbekannter Soldat hier seinen letzten Kriegseinsatz bis zur Gefangennahme und zusammen mit seiner Frau Annemarie in zwei Mucher Dörfern – Marienfeld und Neßhoven – das Kriegsende erlebt und überlebt.

Zwei Freunde Bölls schufen in ihren Erinnerungen gleich bei der Eröffnung einen Ton persönlicher Nähe, der über alle Veranstaltungen anhielt. "Wenn ich an Heinrich Böll denke, übermannt mich jedesmal aufs Neue diese warme, väterliche, aber auch schelmische Art." So der niederländische Lyriker und langjährige PEN-Präsident Hans van de Waarsenburg und er beschreibt seine Freundschaft zu Böll: "In seiner Gesellschaft war man immer auf eine fröhliche Weise auf der Hut."

Rupert Neudeck, sich erinnernd an die mit Böll gemeinsame Gründung von Cap Anamur: "Ich weiß, dass der Hein Böll mir jeden Tag und jede Woche immer wieder fehlt. Es ist wichtig bei diesen Aktivitäten, bei denen es um Leben und Tod von Menschen geht, sich immer wieder bei jemandem zu vergewissern, ihn um Rat zu fragen. Böll war der beste Ratgeber, den wir in Deutschland hatten. Ja, heute fehlt er uns. Wir haben keinen Ersatz gefunden für Heinrich Böll."

Der Mensch Heinrich Böll! "Heinrich Böll führte Zuhörer und Referenten zusammen; es schien, als sei er zeitweise dabei." So der persönliche Eindruck Elke Fischers im FREIZEITmagazin.

Ausstellung

Neffe Viktor Böll, der kurz in die große Ausstellung einführte, zeigte sich bewegt, hier in Much Fotos seiner Eltern und Geschwister am Pfarrsälchen in Marienfeld 1944 zu sehen, waren sie es doch, Alois und Maria Böll, die Annemarie und Heinrich Böll dort im letzten Kriegsjahr bei sich aufnahmen.

Der große Schriftsteller Böll! Ein literarischer Vortragsabend mit dem bekannten Schauspieler und Rezitator Peter Schütze in der Gaststätte Schublade; zwei informativ beeindruckende Vorträge über Leben und Werk Heinrich Bölls von Markus Schäfer vom Böll-Archiv Köln (einmal für Schüler der Hauptschule Much); der Historiker Hartmut Benz schilderte plastisch Situation und Probleme der Gemeinde Much am Ende des Krieges; Arnold Leifert, Schriftsteller, Initiator und Organisator der Böll-Tage, zeichnete anhand lokaler Dokumente die kleine Qdyssee nach, die Heinrich Böll mit seiner Frau Annemarie hier im Bergischen als sein persönliches Kriegsende erlebte.

Zwei Stipendiaten des Heinrich-Böll-Hauses Langenbroich, Eva Duran aus Kolumbien und Jovan Nikolic aus Serbien, trugen eigene Lyrik vor und gaben Auskunft über ihre Heimatländer und ihr Leben hier im Exil.

Nicht zuletzt eröffnete der Grafiker und Maler René Böll, als Sohn Annemarie und Heinrich Bölls, einen privat warmen Blick in sein Leben mit den Eltern in Irland, wo das Irische Tagebuch entstand.

Eine Wanderung auf den Spuren Bölls, bei der die Wandernden von der Familie Franken in Neßhoven (letzte Bleibe der Bölls) beköstigt wurden, schloss die Böll-Tage ab.

Sämtliche Veranstaltungen waren dank zahlreicher Sponsoren und der großzügigen Hilfe des Hotel FIT eintrittsfrei: die Kunststiftung NRW Düsseldorf; die Heinrich Böll Stiftung NRW Dortmund; die Städte- und Gemeinden Stiftung der Kreissparkasse Köln; der Rhein-Sieg-Kreis; das Heinrich-Böll-Archiv der StadtBibliothek Köln; die Gemeinde Much; der Verlag Kiepenheuer & Witsch; die Gesellschaft für Literatur in NRW Münster. Die Heinrich-Böll-Tage NRW 2007 standen unter der Schirmherrschaft von Andreas Pinkwart, stellv. Ministerpräsident und Innovationminister von NRW. Der Förderverein Kunst und Handwerk schuf als Veranstalter dasWerbeobjektamMucherKreisel.

Die Heinrich-Böll-Stiftung NRW plant für das Jahr 2008 erneut die Heinrich-Böll-Tage hier in Much.

Für die Veranstalter der Heinrich Böll Tage NRW 2007
Arnold Leifert
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